Evangelische Lungenklinik Berlin
Verdacht Lungenkrebs: Angst, Verdrängung, Schuldgefühle und Wut sind oft erste Reaktionen. Dann erst entstehen Hoffnung und Vertrauen: auf die Hilfe von Ärzten und Pflegenden, auf die Fürsorge der Familie und Freunde, auf soziale Begleitung und vor allem auf eine umfassend medizinisch notwendige Versorgung.
Vom Verdacht bis zur Gewissheit, von der Therapie bis hin zur Rehabilitation und Nachsorge - viele Fragen entstehen. Das Team des Lungenkrebszentrums der Evangelischen Lungenklinik Berlin begleitet Sie und Ihre Angehörigen und bittet Sie, uns immer wieder all Ihre Fragen zu stellen: Denn vieles verändert sich, manches ist ungewiss. Wir antworten Ihnen gern.
Eine aktive Krankheitsbewältigung führt zu nachweislich besseren Behandlungsergebnissen. Und so danken wir Ihnen, dass Sie sich informieren, um Diagnostik und Therapie nachzuvollziehen und an medizinischen Entscheidungen teilzuhaben und so Ihre Gesundheit positiv beeinflussen.
Weltweit gehört Lungenkrebs zu den häufigsten, bösartigen Tumorerkrankungen der Bronchien und der Lunge. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 46.000 Menschen an Lungenkrebs. Bei Männern und Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung. Das mittlere Erkrankungsalter, in dem die Diagnose gestellt wird, liegt bei etwa 68 Jahren. Risikofaktoren sind vor allem Zigarettenkonsum und berufliche Staubbelastung.
Am häufigsten treten nicht-kleinzellige Lungenkarzinome auf, die relativ langsam wachsen, nur selten Beschwerden verursachen und daher meist erst spät entdeckt werden. Es gilt frühzeitig, die Krebserkrankung zu erkennen und deren Ausbreiten im Körper zu verhindern. Neueste Methoden der Früherkennung sowie innovative Therapieansätze bei der Behandlung von Lungenkrebs gehören sowohl zum klinischen als auch wissenschaftlichen Alltag in der Evangelischen Lungenklinik Berlin.
Die Behandlung von Lungenkarzinomen bedarf der Erfahrungen einer Spezialklinik. Die Expertise der Evangelischen Lungenklinik Berlin kann durch die lange wissenschaftliche Tradition seit dem Jahr 1952 und aktuell mit hohen Fallzahlen bei Operationen, Chemo- und Strahlentherapien belegt werden. Pro Jahr werden ca. 2300 Patienten mit Lungenkrebs behandelt.
Die Behandlung im Lungenkrebszentrum erfolgt interdisziplinär, das heißt Pneumologen, Thoraxchirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Schmerztherapeuten, Pathologen und Radiologen sowie onkologisch spezialisierte Pflegekräfte stimmen nach medizinischen Leitlinien die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen gemeinsam ab. Die Tumorkonferenz ist seit langem fest etabliert. Dabei wird von allen Beteiligten für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan festgelegt. Trotz moderner diagnostischen Möglichkeiten werden häufig Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium mit Fernmetastasen diagnostiziert. Eine kurative Therapie z. B. durch eine Operation ist dann nicht mehr möglich. Insbesondere für diese Patienten wird eine interdisziplinäre Therapie mit den Optionen Chemo-Strahlentherapie und interventionelle Möglichkeiten der Bronchologie individuell beratschlagt
Die ganzheitliche berufsgruppenübergreifende Betreuung wird zudem durch Palliativmediziner, den Sozialdienst, einen Psychoonkologen sowie spezialisierte Physiotherapeuten vervollkommnet. Auch die Begleitung und Unterstützung durch Selbsthilfe- und Lungensportgruppen und vor allem die enge Zusammenarbeit mit den einweisenden Ärztinnen und Ärzten gehören dazu. Jeden Dienstag werden interdisziplinäre klinisch-onkologische Fallbesprechungen durchgeführt, zu denen auch niedergelassene Ärzte eingeladen sind.
Wir wissen, krank sein ist eine besondere Zeit, die oft von wechselnden Gefühlen bestimmt ist. Sprechen Sie uns an, stellen Sie Ihre Fragen – wir sind für Sie da.
Ihr interdisziplinäres Team des Lungenkrebszentrums